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Das Modell der 'Wiedergeburt' in ausgewählten E...
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Neuere Deutsche Literatur - und Medienwissenschaft), 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Seelenwanderung, auch als Reinkarnation oder Metempsychose bezeichnet, ist die religiöse Vorstellung vom Übergang der Seele beim Tod in eine andere Daseinsform. Der vor allem in östlichen Religionen wie dem Buddhismus und dem Hinduismus beheimatete Reinkarnationsglaube beinhaltet in der Regel eine lange Abfolge von Metempsychosen, also Kreisläufe von Geburt, Tod und Wiedergeburt, während derer sich die Seele in unterschiedlichsten menschlichen, göttlichen, tierischen oder sogar pflanzlichen Körpern wieder finden kann. Auch fantastische Erzähltexte der Frühen Moderne (1890 - 1930) haben die biologische Reinkarnation thematisiert. Diese Literatur entwirft eine Welt, die im Grundsatz mit dem jeweiligen kulturellen Realitätsbegriff kompatibel ist. Jedoch tauchen hier Phänomene auf, die mit dieser festgelegten Wirklichkeit nicht vereinbar sind, weil sie zumindest eine seiner - logischen, physikalischen, biologischen oder theologischen - Basisannahmen verletzen, die fixieren, was das jeweilige System für mögliche oder unmögliche Welten hält. Zu diesen Erscheinungen zählt ebenfalls die Metempsychose. Aus diesen fantastischen Romanen geht ein epochenadäquates Modell hervor, in welchem die Selbstfindungsgeschichte, eine für die Epoche sehr typische Erscheinung, eng mit dem Komplex der Reinkarnation kombiniert wird. In diesem Modell der 'Wiedergeburt' zu 'neuem Leben' wird der Terminus 'Leben' - im Gegensatz zur Goethezeit (1770 - 1830) - andersartig semantisiert. Die Idee einer Seelenwanderung, also die einer wörtlichen, physischen Wiedergeburt, war zwar in der Goethezeit vorhanden, hier stand jedoch primär der Gedanke an verschiedene Zustände innerhalb eines biologischen Lebens, Goethes so genanntes 'neues Leben', im Vordergrund. Erst in der Frühen Moderne taucht das Konzept der biologischen Metempsychose häufiger und expliziter auf. Wie sich dieses epochenspezifische Modell in der fantastischen Literatur der Frühen Moderne manifestiert, wird in dieser Magisterarbeit anhand ausgewählter Erzähltexte veranschaulicht und nachgewiesen. Anhand der Interpretationen sind Graphiken entstanden, welche im Anhang der Arbeit einzusehen sind. Diese sollen der Veranschaulichung dienen. Folgende Romane liegen der Analyse zugrunde: Paul Bussons 'Die Wiedergeburt des Melchior Dronte' (1921), Franz Spundas 'Das Ägyptische Totenbuch' (1924) und Hermann Wiedmers 'Die Verwandlungen des Walter von Tillo' (1930).

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 22.09.2020
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Moritz Schlick
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Der Physiker und Philosoph Friedrich Albert Moritz Schlick (1882 - 1936) gilt als der Begründer des Wiener Kreises des Logischen Empirismus. Seine Beiträge im Rahmen einer wissenschaftlichen Philosophie reichen von der Naturphilosophie und Erkenntnislehre bis hin zur Ethik und Ästhetik. Schlick studierte Naturwissenschaften und Mathematik an den Universitäten Heidelberg, Lausanne und Berlin. 1904 wurde er bei Max Planck mit einer physikalischen Arbeit promoviert. 1911 habilitierte sich Schlick mit der Schrift „Das Wesen der Wahrheit nach der modernen Logik“ an der Universität Rostock, wo er bis 1921 forschte und lehrte. Aus dieser Zeit stammt auch seine freundschaftliche Beziehung zu Albert Einstein, mit dessen Relativitätstheorie er sich als einer der ersten auf ihre philosophischen Konsequenzen hin auseinandersetzte. 1918 erscheint Schlicks Hauptwerk, die Allgemeine Erkenntnislehre, in der er gegen positivistische und neukantische Positionen einen erkenntnistheoretischen Realismus verteidigt. 1921 folgte Schlick einem Ruf auf eine ordentliche Professur an der Universität Kiel und 1922 übernahm er als Nachfolger Ernst Machs den Lehrstuhl für Naturphilosophie an der Universität Wien. Von 1929 bis 1932 diskutierte Schlick regelmäßig mit Ludwig Wittgenstein. 1936 wurde Schlick im Gebäude der Wiener Universität von einem ehemaligen Studenten, Hans Nelböck erschossen. Tatfördernder Hintergrund dieses Mordes ist die Politik der austrofaschistischen Diktatur.

Anbieter: Thalia AT
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Neuere Deutsche Literatur - und Medienwissenschaft), 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Seelenwanderung, auch als Reinkarnation oder Metempsychose bezeichnet, ist die religiöse Vorstellung vom Übergang der Seele beim Tod in eine andere Daseinsform. Der vor allem in östlichen Religionen wie dem Buddhismus und dem Hinduismus beheimatete Reinkarnationsglaube beinhaltet in der Regel eine lange Abfolge von Metempsychosen, also Kreisläufe von Geburt, Tod und Wiedergeburt, während derer sich die Seele in unterschiedlichsten menschlichen, göttlichen, tierischen oder sogar pflanzlichen Körpern wieder finden kann. Auch fantastische Erzähltexte der Frühen Moderne (1890 - 1930) haben die biologische Reinkarnation thematisiert. Diese Literatur entwirft eine Welt, die im Grundsatz mit dem jeweiligen kulturellen Realitätsbegriff kompatibel ist. Jedoch tauchen hier Phänomene auf, die mit dieser festgelegten Wirklichkeit nicht vereinbar sind, weil sie zumindest eine seiner - logischen, physikalischen, biologischen oder theologischen - Basisannahmen verletzen, die fixieren, was das jeweilige System für mögliche oder unmögliche Welten hält. Zu diesen Erscheinungen zählt ebenfalls die Metempsychose. Aus diesen fantastischen Romanen geht ein epochenadäquates Modell hervor, in welchem die Selbstfindungsgeschichte, eine für die Epoche sehr typische Erscheinung, eng mit dem Komplex der Reinkarnation kombiniert wird. In diesem Modell der 'Wiedergeburt' zu 'neuem Leben' wird der Terminus 'Leben' - im Gegensatz zur Goethezeit (1770 - 1830) - andersartig semantisiert. Die Idee einer Seelenwanderung, also die einer wörtlichen, physischen Wiedergeburt, war zwar in der Goethezeit vorhanden, hier stand jedoch primär der Gedanke an verschiedene Zustände innerhalb eines biologischen Lebens, Goethes so genanntes 'neues Leben', im Vordergrund. Erst in der Frühen Moderne taucht das Konzept der biologischen Metempsychose häufiger und expliziter auf. Wie sich dieses epochenspezifische Modell in der fantastischen Literatur der Frühen Moderne manifestiert, wird in dieser Magisterarbeit anhand ausgewählter Erzähltexte veranschaulicht und nachgewiesen. Anhand der Interpretationen sind Graphiken entstanden, welche im Anhang der Arbeit einzusehen sind. Diese sollen der Veranschaulichung dienen. Folgende Romane liegen der Analyse zugrunde: Paul Bussons 'Die Wiedergeburt des Melchior Dronte' (1921), Franz Spundas 'Das Ägyptische Totenbuch' (1924) und Hermann Wiedmers 'Die Verwandlungen des Walter von Tillo' (1930).

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