Angebote zu "Außenpolitik" (22 Treffer)

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Schweden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,0, Christian-Albrechts-Universität Kiel, Sprache: Deutsch, Abstract: "Schweden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges" ist ein Thema, das in Schweden selbst in vielen Publikationen, sogar mit einer eigenen Publikationsreihe (Sverige under andra världskriget) detailliert behandelt worden ist und kaum als abschließend beurteilt aufgefasst werden kann. Dabei hat allein die Frage nach der schwedischen Neutralität im Zweiten Weltkrieg immer wieder Anlaß zu Diskussionen ergeben, jüngst unterstützt durch ein auf vier Jahre konzipiertes Forschungsprojekt unter der Leitung des Stockholmer Historikers Klas Åmark, das die schwedische Regierung unter Göran Persson in Auftrag gegeben hatte und explizit der Frage nach Theorie und Praxis der schwedischen Neutralität galt. Die Neutralität hatte zwar schon lange vor dem Ersten Weltkrieg als Grundsatz die schwedische Außenpolitik bestimmt. Aber, so fragte man sich schon während des Krieges, und das nicht nur in Schweden, kann man denn in einem Krieg neutral sein, in dem man mit Waffen, Ressourcen, Soldaten, Transportwegen, Kriegsschiffen, Nachrichtenwegen, Hilfeleistungen, Winterzelten und auch Todesopfern tatsächlich beteiligt ist? Ja, befand der schwedische Außenminister Christian Günther in einer Denkschrift von 1943, wenn die schwedische Neutralitätspolitik unter dem angestrebten huvudmål betrachtet wird "att hålla Sverige utanför kriget" . Dieses Ziel wurde erreicht, doch hat sich erst nach Zerfall der bipolaren Nachkriegsordnung, mit Beginn der 90er die wissenschaftliche Diskussion mehr auf die moralische Dimension dieser Frage hin verschoben . Ein neuerer Punkt, der, wie schon angedeutet, besonders die jüngere Forschung berührt, ist die eher die moralische Dimension berührende Diskussion um eine an vielen Stellen zu ahnende geistige Nähe zum Nationalsozialismus in Deutschland, die man nichtnur im allgemeinen Schulterschluss gegen den Kommunismus erkennen kann, sondern auch in einer potentiell völkischen Ideologie, die mit Begriffen wie folkhem und folksgemenskap operierte und sich z.B. auf eine sehr restriktive schwedische Flüchtlingspolitik auswirkte. Diese will nicht so ganz zu dem in Schweden wie auch im Ausland gepflegten "Mythos" von den weissen Bussen passen .

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Stand: 27.11.2020
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Der Versailler Vertrag als Resultat des Ersten ...
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Unterrichtsentwurf aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Didaktik - Geschichte, Note: 1,7, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Didaktik der Geschichte), Veranstaltung: Konzeption und Gestaltung des Geschichtsunterrichts, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thema der Unterrichtseinheit (8. Klasse, Geschichte) lautet: "Dauerhafter Friede - eine Utopie? Friedensschlüsse und Lösungsversuche internationaler Konflikte". Thema der Unterrichtsstunde: "Versailles - Friedensvertrag oder Friedensdiktat?"Hauptintention: Die Schüler sollen die Aushandlung des Versailler Vertrags anhand ausgewählter Materialien analysieren (Erschließungskompetenz) und beurteilen, ob dieser einen Friedensvertrag oder ein Friedensdiktat darstellt (Interpretationskompetenz).Meist ist der Erste Weltkrieg Thema in der achten Klasse. Zu Beginn der Einheit hatte die Klasse die Mächtekonstellation in Europa und die Stellung des Deutschen Reiches mit seiner Außenpolitik beleuchtet, insbesondere die Expansionspolitik. Anschließend haben die SchülerInnen das Attentat in Sarajevo näher betrachtet, welches den Anstoß für den Kriegsausbruch darstellte. Dazu haben sie die Kriegsparteien mit den jeweiligen Intentionen erstellt. In den weiteren Stunden wurde der Kriegsverlauf, die russischen Revolutionen und das Kriegsende thematisiert. Der Vertrag von Versailles mit den Forderungen der Entente wurde analysiert und die Reaktion des Deutschen Reiches aufgegriffen. Dann wurde der "Frieden" im weiteren historischen Verlauf betrachtet und welche Konsequenzen aus ihm hervorgingen. In der Sek II wird der Versailler Vertrag noch einmal aufgegriffen. Dafür wird das Vorwissen aus der achten Klasse mobilisiert. In dieser Stunde widmen sich die SchülerInnen der Fragestellung, ob der Vertrag ein Diktat oder einen Frieden darstellt.

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"Dem ghemeynen copmanne der dutschen hense to B...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Historisches Seminar), Veranstaltung: Die Hanse, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Geschichte der Hanse wird, grade im populären Geschichtsverständnis, immer wieder als Wirken eines kaufmännischen Verbunds dargestellt - und dabei meist nach ihren außenpolitischen Erfolgen bemessen. Diese Außenpolitik wird in der hansischen Geschichte besonders dann interessant, wenn wir uns in Randgebiete des hansischen Einflussraumes begeben, so auch in dieser Arbeit, die sich mit dem hansischen Wirken in Flandern befasst. Erwerb von Privilegien, Handelskriege, Kontorverlegungen, die diplomatischen Mittel der "Flandernfahrer" waren vielfältig.Doch zur selben Zeit stieg in den Niederlanden eine Familie auf, die die nächsten hundert Jahre über die Region der Niederlande herrschen und ihr Schicksal entscheiden sollte: die Burgunder aus Frankreich waren ein nicht zu unterschätzender Faktor in der diplomatischen Rechnung der hansischen Kaufleute. Durch die Machtverschiebung innerhalb der Niederlande konnte sich für die Hanse schlagartig alles ändern - deswegen stellt der Autor die spannende Frage: Wie wirkte sich das Erstarken des Hauses Burgund auf die Machtposition derhansischen Flandernfahrer in der Frühen Neuzeit aus?

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Perikles und die Ursachen und Anlässe des Pelop...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,7, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Institut für Klassische Altertumskunde), Sprache: Deutsch, Abstract: Das "Perikleische Zeitalter" steht für demokratische Reformen, eine große Baupolitik und eine bedeutende Kulturförderung. Doch die Meinungen über die Leistungen des Perikles sind in der heutigen Geschichtsforschung teilweise sehr konträr. Während Wolfgang Will das "Perikleische Zeitalter" als "Konstrukt" bezeichnet und behauptet, dass die eigentliche Dominanz des athenischen Politikers sich nur auf die Jahre 443-430 v. Chr. beziehe, befand der deutsche Historiker Hermann Bengtson, dass die Außenpolitik von 461 v. Chr. bis zum Beginn des Peloponnesischen Krieges untrennbar mit Perikles verbunden sei. Die widersprüchliche und gleichzeitig aber auch prägende Rolle des Perikles wird in dieser Arbeit genauer untersucht. Was sagen die Quellen über seine politischen Tätigkeiten aus? Und welches Ansehen genoss Perikles in der athenischen Bevölkerung? Wie verändert sich dieses Verhältnis? Und einer ganz wichtigen Frage soll im 3. Kapital nachgegangen werden: War Perikles ein Kriegstreiber oder war der Peloponnesische Krieg eine unausweichliche Folge der damaligen äußeren Umstände?

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Vergleich der militärischen Konflikte Karls des...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Geschichte - Allgemeines, Note: 1,3, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Historisches Seminar), Veranstaltung: Proseminar: Von Hausmeiern zum ersten abendländischen Kaisertum im Mittelalter. Der Aufstieg der karolingischen Dynastie., Sprache: Deutsch, Abstract: Die Jahrzehnte vor und nach dem Jahr 800 waren geprägt von tiefgreifenden politischen Veränderungen, die einerseits eine Epoche einläuteten, die sich grundlegend von den ihr vorangegangenen Jahrhunderten unterschied, und die andererseits Voraussetzungen schuf, ohne deren Verständnis man die Entstehung eines Europas, wie wir es heute kennen, nicht nachvollziehbar ist. Wirft man einen Blick auf zwei bedeutende Herrscher des Fränkischen Reichs, Karl den Großen, der als erster westeuropäischer Kaiser seit der Antike in die Geschichte eingegangen ist, und auf seinen Sohn und Nachfolger, Ludwig den Frommen, der es mit seiner, den Zerfall des Reiches einläutenden Herrschaft, nicht zu so viel Ruhm gebracht hat, ist es offensichtlich, dass es große Unterschiede in den Ergebnissen der von den jeweiligen Persönlichkeiten geführten Politik gibt. Natürlich gibt es nicht nur einen Grund dafür und ein Verständnis des Gesamtzusammenhangs ergibt sich nur aus der Erschließung verschiedener Bereiche, die in der Forschung diskutiert wurden und werden.Vielfache Beachtung haben die Herrschaftsorganisation und -strukturen, sowohl im familiären Bereich der Karolinger als auch außerhalb dessen, die Frage der institutionellen Staatlichkeit, die geplanten Reichsteilungen und militärische Auseinandersetzungen gefunden. Letztere Komponente ist besonders interessant, denn es liegt in der Natur größerer gewaltsamer Konflikte, einen starken Einfluss auf Innen- und Außenpolitik zu haben, und so ist es Anliegen dieser Arbeit, die militärischen Unternehmungen Karls des Großen und Ludwigs des Frommen zu vergleichen. Als Hauptquellen hierfür bieten sich zwei Lebensbeschreibungen an, die "Vita Karoli Magni" Einhards und die "Vita Hludowici Imperatoris" Astronomus', die beide ausführlich auf die Kriege der jeweiligen Herrscher eingehen.

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Der 1. Peloponnesische Krieg
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Institut für Klassische Altertumskunde), Veranstaltung: Hauptseminar: Perikles, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn über militärische Auseinandersetzungen und den Dualismus zwischen den Athenern und Spartanern in der Antike gesprochen wird, dann fällt oft der Begriff "Peloponnesischer Krieg". Dieser von 431 v.Chr. bis 404 v.Chr. dauernde Konflikt, der mit einem Sieg Spartas endete, ist in der Tat von besonderer Bedeutung für die Nachwelt. Doch dabei wird oft vernachlässigt, dass es schon davor, knapp 20 Jahre nach ihrem gemeinsamen Sieg über die Perser, zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen diesen beiden griechischen Poleis und ihren Verbündeten gekommen war. Der sogenannte "1. Peloponnesische Krieg", der in den Zeitraum 460 v.Chr. bis 445 v.Chr. fiel, betraf die ganze Mittelmeerwelt und stand somit dem zweiten Krieg in seiner Dimension in nichts nach und darf daher nicht vernachlässigt werden.Im Mittelpunkt dieser Arbeit soll dieser "1. Peloponnesische Krieg" stehen. Ziel soll es sein, den Verlauf des Krieges an Hand von ausgesuchten Quellen zu schildern und in diesem Zusammenhang auch den 446/445 v.Chr. beschlossenen "30-jährigen Frieden" zwischen Athen und Sparta zu beschreiben. Ebenso ist von Bedeutung, wie es zu den Kampfhandlungen kommen konnte. Ein zentraler Punkt in dieser Auseinandersetzung ist der Aufstieg Athens zu einer gleichberechtigten Macht in der Peloponnes neben Sparta. Dabei soll auch untersucht werden, inwiefern der athenische Politiker und Stratege Perikles diese Ereignisse beeinflusste und für diese mit verantwortlich war. Innenpolitische Entscheidungen in Athen und Sparta sollen hierbei jedoch bewusst ausgelassen werden, damit der Blick auf die Außenpolitik gerichtet bleibt.

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Stand: 27.11.2020
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Schweden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,0, Christian-Albrechts-Universität Kiel, Sprache: Deutsch, Abstract: "Schweden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges" ist ein Thema, das in Schweden selbst in vielen Publikationen, sogar mit einer eigenen Publikationsreihe (Sverige under andra världskriget) detailliert behandelt worden ist und kaum als abschließend beurteilt aufgefasst werden kann. Dabei hat allein die Frage nach der schwedischen Neutralität im Zweiten Weltkrieg immer wieder Anlaß zu Diskussionen ergeben, jüngst unterstützt durch ein auf vier Jahre konzipiertes Forschungsprojekt unter der Leitung des Stockholmer Historikers Klas Åmark, das die schwedische Regierung unter Göran Persson in Auftrag gegeben hatte und explizit der Frage nach Theorie und Praxis der schwedischen Neutralität galt. Die Neutralität hatte zwar schon lange vor dem Ersten Weltkrieg als Grundsatz die schwedische Außenpolitik bestimmt. Aber, so fragte man sich schon während des Krieges, und das nicht nur in Schweden, kann man denn in einem Krieg neutral sein, in dem man mit Waffen, Ressourcen, Soldaten, Transportwegen, Kriegsschiffen, Nachrichtenwegen, Hilfeleistungen, Winterzelten und auch Todesopfern tatsächlich beteiligt ist? Ja, befand der schwedische Außenminister Christian Günther in einer Denkschrift von 1943, wenn die schwedische Neutralitätspolitik unter dem angestrebten huvudmål betrachtet wird "att hålla Sverige utanför kriget" . Dieses Ziel wurde erreicht, doch hat sich erst nach Zerfall der bipolaren Nachkriegsordnung, mit Beginn der 90er die wissenschaftliche Diskussion mehr auf die moralische Dimension dieser Frage hin verschoben . Ein neuerer Punkt, der, wie schon angedeutet, besonders die jüngere Forschung berührt, ist die eher die moralische Dimension berührende Diskussion um eine an vielen Stellen zu ahnende geistige Nähe zum Nationalsozialismus in Deutschland, die man nicht nur im allgemeinen Schulterschluss gegen den Kommunismus erkennen kann, sondern auch in einer potentiell völkischen Ideologie, die mit Begriffen wie folkhem und folksgemenskap operierte und sich z.B. auf eine sehr restriktive schwedische Flüchtlingspolitik auswirkte. Diese will nicht so ganz zu dem in Schweden wie auch im Ausland gepflegten "Mythos" von den weissen Bussen passen .

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Die Außenpolitik des Römischen Reiches unter Ko...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Historisches Seminar), Veranstaltung: Constantin der Große, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit der Außenpolitik des Römischen Reiches, die unter Konstantin dem Großen betrieben wurde. Die Forschung interessiert sich insbesondere für das Verhältnis Konstantins zum Christentum. Er ist einer der meist erforschten Kaiser in der Spätantike und trotzdem ist es nicht leicht Material zu seiner Außenpolitik zu finden.Die Sicherheit vor äußeren Bedrohungen spielte für das römische Volk auch unter Konstantin nach wie vor eine große Rolle. Die Verteidigung der Grenzen war lebensnotwendig. Damit Konstantin als Kaiser bestehen konnte, musste er für die Zufriedenheit des Volkes sorgen und das Sicherheitsbedürfnis durch sichtbare Erfolge befriedigen. Bevor ich mich explizit der Außenpolitik zuwende, werde ich mich mit der Militärpolitik beschäftigen und die Ausgangslage erläutern, die unter Diokletian entstand und grundlegend für Konstantin und seinen Erfolg ist. Im weiteren Verlauf werde ich Konstantins Vorgehensweise an den gefährdeten Gebieten des Reiches, am Rhein, an der Donau und an der Grenze zu Persien darstellen. Hierzu nutze ich unter anderem die Veröffentlichung Karen Pipenbrinks "Konstantin der Große und seine Zeit", die Dissertation Barcelós zu "Roms auswärtigen Beziehungen unter der "Constantinischen Dynastie (306- 363)" sowie Oliver Schmitts "Constantin der Große". Als Quellen nutze ich darüber hinaus Zosimos sowie die Panegyrici Latini um meine Aussagen zur Außenpolitik zu belegen.

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Schweden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,0, Christian-Albrechts-Universität Kiel, Sprache: Deutsch, Abstract: "Schweden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges" ist ein Thema, das in Schweden selbst in vielen Publikationen, sogar mit einer eigenen Publikationsreihe (Sverige under andra världskriget) detailliert behandelt worden ist und kaum als abschließend beurteilt aufgefasst werden kann. Dabei hat allein die Frage nach der schwedischen Neutralität im Zweiten Weltkrieg immer wieder Anlaß zu Diskussionen ergeben, jüngst unterstützt durch ein auf vier Jahre konzipiertes Forschungsprojekt unter der Leitung des Stockholmer Historikers Klas Åmark, das die schwedische Regierung unter Göran Persson in Auftrag gegeben hatte und explizit der Frage nach Theorie und Praxis der schwedischen Neutralität galt. Die Neutralität hatte zwar schon lange vor dem Ersten Weltkrieg als Grundsatz die schwedische Außenpolitik bestimmt. Aber, so fragte man sich schon während des Krieges, und das nicht nur in Schweden, kann man denn in einem Krieg neutral sein, in dem man mit Waffen, Ressourcen, Soldaten, Transportwegen, Kriegsschiffen, Nachrichtenwegen, Hilfeleistungen, Winterzelten und auch Todesopfern tatsächlich beteiligt ist? Ja, befand der schwedische Außenminister Christian Günther in einer Denkschrift von 1943, wenn die schwedische Neutralitätspolitik unter dem angestrebten huvudmål betrachtet wird "att hålla Sverige utanför kriget" . Dieses Ziel wurde erreicht, doch hat sich erst nach Zerfall der bipolaren Nachkriegsordnung, mit Beginn der 90er die wissenschaftliche Diskussion mehr auf die moralische Dimension dieser Frage hin verschoben . Ein neuerer Punkt, der, wie schon angedeutet, besonders die jüngere Forschung berührt, ist die eher die moralische Dimension berührende Diskussion um eine an vielen Stellen zu ahnende geistige Nähe zum Nationalsozialismus in Deutschland, die man nicht nur im allgemeinen Schulterschluss gegen den Kommunismus erkennen kann, sondern auch in einer potentiell völkischen Ideologie, die mit Begriffen wie folkhem und folksgemenskap operierte und sich z.B. auf eine sehr restriktive schwedische Flüchtlingspolitik auswirkte. Diese will nicht so ganz zu dem in Schweden wie auch im Ausland gepflegten "Mythos" von den weissen Bussen passen .

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