Emil Heinrich Wilhelm Lueken war der letzte Oberbürgermeister vor der Machtübernahme der Nazis 1933. Er wurde am 20. März 1879 in Oldenburg geboren und starb im März 1961 in Bremen (bestattet in Oldenburg).

Lueken bemüht sich die Kieler Wirtschaft auf friedlichere Produktionumzustellen, z. B. durch der Bau ziviler Hafenanlagen oder dem FlughafenHoltenau.

Lueken war Anhänger der Gartenstadt-Bewegung. Ein Grüngürtel um Kiel wird unter ihm ausgebaut und erste Gartenstädte, wie z. B. die Nebenerwerbssiedlung Hammer, entstanden. Er sanierte das GängeViertel ( wo „die Ratten am hellen Tag über den Bauplatz liefen“).

Nach 1932 wurde er gegen die Stimmen der SPD und NSDAP für weitere zwölf Jahre in seinem Amt bestätigt.

Am 10. März 1933 wird Oberbürgermeister Emil Lueken von den Nationalsozialisten aus seinem Amt entfernt weil er sich weigerte mit ihnen zu kooperieren. Diese besetzten am 11. März das Kieler Rathaus. Luekens Sohn Hillert wird 1937 von Nationalsozialisten verhaftet und ermordet, weil dieser eine Beziehung mit jüdischen Künstlerin Lotte Goldmann (heute besser bekannt unter LottiHuber) hat. Lueken wurde durch die antisemitische Gesetzgebung daran gehindert, mit einer jüdischen Frau zusammenzuleben. Nach ihm wurde die 2001 fertiggestellte EmilLuekenBrücke über den Kleinen Kiel benannt.

s.a. Politik/Oberbürgermeisterin


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